Kraftfahrzeugmechatroniker/in
Die Ausbildung zum/zur Kraftfahrzeugmechatroniker/in gehört zu den beliebtesten technischen Ausbildungsberufen und verbindet klassische Mechanik mit moderner Elektronik und digitaler Fahrzeugtechnik. Ob Pkw, Nutzfahrzeuge oder Hochvoltsysteme – Fachkräfte in diesem Bereich sind unverzichtbar für Mobilität, Sicherheit und Innovation. Die Berufsschule vermittelt die theoretischen Grundlagen und ergänzt die praktische Ausbildung im Betrieb optimal.
- Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre im dualen System
- Schwerpunkte: 5 Fachrichtungen von Pkw bis Hochvolttechnik
- Kompetenzen: Diagnose, Wartung, Reparatur und moderne Fahrzeugtechnik
- Karrierechancen: Meister, Techniker oder Studium möglich


Ausbildungsinhalte, Perspektiven und Organisation
Die Ausbildung zum/zur Kraftfahrzeugmechatroniker/in ist vielseitig aufgebaut und bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Spezialisierung und Weiterentwicklung. Neben den fachlichen Inhalten und verschiedenen Schwerpunkten erhalten Auszubildende Einblicke in organisatorische Abläufe, zusätzliche Qualifikationen sowie langfristige Karriereperspektiven. Die folgenden Bereiche geben einen strukturierten Überblick über Aufbau, Inhalte und Chancen der Ausbildung.
Je nach Ausbildungsbetrieb und persönlichem Interesse können Auszubildende unterschiedliche Schwerpunkte wählen, die auf bestimmte Fahrzeugtypen und Technologien ausgerichtet sind.
- PKW-Technik
- Nutzfahrzeugtechnik
- Motorradtechnik
- System- und Hochvolttechnik
- Karosserietechnik
Für leistungsstarke Auszubildende besteht die Möglichkeit, parallel zur Ausbildung eine Zusatzqualifikation im Bereich Betriebswirtschaft und Management zu erwerben.
- Voraussetzungen
- Ausbildungsvertrag im Kfz-Handwerk
- Allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife
- Unterschiede zur regulären Ausbildung
- Ersatz von Fächern durch Management im Handwerk und berufliches Englisch
- Reduzierter Politikunterricht
- Zusätzliche Prüfungen (Fachkaufmann/-frau im Handwerk & Englischzertifikat)
- Vorteile
- Teil III der Meisterprüfung wird anerkannt
- Erweiterte Karriere- und Einsatzmöglichkeiten
- Direkter Zugang zur Weiterbildung (z. B. Betriebswirt im Handwerk)
- Organisation & Voraussetzungen
- 480 Unterrichtsstunden pro Jahr (insgesamt 1680 Stunden)
- Zustimmung des Ausbildungsbetriebs erforderlich
- Kontakt
- Berufskolleg Mitte der Stadt Essen
- Ansprechpartner: Herr Rinke
- Tel.: 0201 / 2451138
Dieser Bildungsgang ermöglicht es, parallel zur Ausbildung die Fachhochschulreife zu erwerben und damit zusätzliche Perspektiven zu eröffnen.
- Voraussetzungen
- Ausbildungsvertrag
- Guter FOR-Abschluss
- Zustimmung des Betriebs
- Eigenständige Lernbereitschaft
- Unterrichtsorganisation
- Mehr Unterricht (ca. 14 statt 12 Wochenstunden)
- 2 Schultage pro Woche, je 8 Stunden
- Eigenständige Fachklasse
- Zusätzliche Fächer
- Deutsch/Kommunikation
- Englisch
- Mathematik
- Physik
- Prüfungen
- Fachhochschulreifeprüfung (3 Klausuren à 180 Minuten)
- Gesellenprüfung Teil 1 & 2
- Vorteile für Auszubildende
- Doppelabschluss ohne Zeitverlust
- Verbesserte Karriere- und Studienmöglichkeiten
- Vorteile für Betriebe
- Höher qualifizierte Fachkräfte
- Geringere Abbruchquote
- Imagegewinn und Nachwuchsförderung
- Kontakt
- Ansprechpartner: Herr Benesch
- Tel.: 0201 / 2451130
Die Ausbildung vermittelt umfassende Kenntnisse rund um moderne Fahrzeugtechnik und wird durch praxisnahe Lernfelder strukturiert.
- Grundlagen der Fahrzeugtechnik
- Wartung und Inspektion von Fahrzeugen
- Diagnose von Fehlern und Störungen
- Arbeiten an elektrischen und elektronischen Systemen
- Umgang mit modernen Diagnosesystemen
- Sicherheit, Umwelt und Vorschriften
- Berufsübergreifende Fächer (Deutsch, Politik, Wirtschaft etc.)
Die schulische Ausbildung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Ausbildungsbetrieb und ist klar strukturiert.
- Duales System (Betrieb + Berufsschule)
- Unterricht im Block- bzw. Teilzeitmodell
- 30/40-System (30 Schulwochen pro Jahr)
- 2 Schultage pro Woche mit je 8 Unterrichtsstunden
- Ergänzende überbetriebliche Lehrgänge (ÜBL)
Die ÜBL ergänzt die Ausbildung im Betrieb und vermittelt wichtige praktische Inhalte, die nicht überall abgedeckt werden können.
- Grundlagen der Fahrzeugtechnik und Elektrik
- Diagnosetechnik und Motormanagement
- Fahrwerk, Bremssysteme und Hochvolttechnik
- Datenübertragung im Fahrzeug (z. B. CAN-Bus)
- Verknüpfte Fahrzeugsysteme
Nach der Ausbildung stehen zahlreiche Wege offen, um sich beruflich weiterzuentwickeln.
- Meister im Kfz-Handwerk
- Staatlich geprüfter Techniker
- Studium (z. B. Fahrzeugtechnik, Ingenieurwesen)
- Tätigkeiten bei Prüforganisationen (TÜV, DEKRA etc.)
- Berufsschullehrer/in
Häufige Fragen zur Ausbildung
Hiermit ist gemeint, dass die Ausbildung durch zwei Ausbildungspartner erfolgt.
Dies ist zum einen der „Betrieb“, der die praktische Ausbildung verantwortet und zum anderen ist es die „Schule“, die sich um den theoretischen Teil der Ausbildung kümmert.
Kraftfahrzeugmechatroniker reparieren fast alles, was auf zwei, drei, vier oder mehr Rädern fährt. Um dies technologisch ein wenig einzuschränken sind bei der beruflichen Neuordnung im Jahre 2013 berufliche Fachrichtungen eingeführt worden. Diese richten sich grob an den einzelnen Fahrzeuggattungen aus.
Da wären der
- Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik
- Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik
- Schwerpunkt Motorradtechnik
- Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik
- Schwerpunkt Karosserietechnik
Je nachdem, was man lernen und später beruflich machen will, wählt man in Abstimmung mit seinem Betrieb den Schwerpunkt aus.
In einem reinem Pkw- Reparaturbetrieb wäre dies dann Personenkraftfahrzeugtechnik, in einem Lkw- Reparaturbetrieb Nutzfahrzeugtechnik. Manche Betriebe bilden übrigens mehrere Fachrichtungen aus, weil sie z.B. Pkw´s und Lkw´s reparieren. Wer verstärkt Interesse an Elektrofahrzeugen hat, kann sich im Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik ausbilden lassen. Karosserietechnik hat sich im Bereich der Innung Essen nicht etabliert.
Der Unterricht in den einzelnen Fachrichtungen erfolgt in den beiden ersten Jahren gemeinsam für alle, danach wird ein Teil des Unterrichtes, soweit möglich, differenziert werden.
Natürlich werden auch berufsübergreifende Fächer, wie Deutsch/Kommunikation, Religionslehre, Politik, Wirtschaftslehre, Sport /Gesundheitsförderung unterrichtet.
Unsere Unterrichte basieren auf dem Lehrplan des Landes NRW.
https://www.berufsbildung.nrw.de/cms/upload/_lehrplaene/a/kfz-mechatronikerin.pdf
Wir bieten in unserer Kfz-Abteilung (auch Karosseriebauabteilung) Schülern mit Abitur bzw. der Fachhochschulreife (schulischer Teil) an, die Ausbildung zum Betriebsassistenten im Handwerk zu erlernen. Hier kann man während der Ausbildung schon den pädagogischen als auch wirtschaftlichen Teil der Meisterprüfung absolvieren. Neben der höheren Qualifikation ist dies auch ein guter Zeitgewinn, wenn man mal Meister werden will.
Auch bieten wir an, sich während der Ausbildung zu doppelqualifizieren. Was ist denn das? Wir haben eine Klasse, in der man parallel zur Ausbildung die Fachhochschulreife erwerben kann. Nach bestandener Prüfung, kann man danach studieren. Eine tolle Sache.
Schaut Euch doch einfach unsere Flyer dazu an. Bei Fragen dazu kann man sich gerne an uns wenden.
Der Unterricht findet größtenteils in den Unterrichtsräumen in der 3.Etage statt.
Ausnahmen bilden die Unterrichte in der Informatik, die in einem unserer Computerräume stattfinden bzw. die Übungen in der Elektrik/Elektronik, die in unserem SR- Labor stattfinden.
Weitere Übungen rund um das Auto werden in der Mittel- und Oberstufe in unserer Kfz- Werkstatt durchgeführt.
Natürlich kommt auch der Sport in unserer Sporthalle nicht zu kurz.
Bei uns findet der Unterricht von 7.15 Uhr bis 14 Uhr an zwei Schultagen statt. Unterrichtet wird in Doppelstunden. Zwischen den Doppelstunden gibt es jeweils Pausen von einer Viertelstunde.
- 1./2. Stunde von 07.15 bis 08.45 Uhr
- 3./4. Stunde von 09.00 bis 10.30 Uhr
- 5./6. Stunde von 10.45 bis 12.15 Uhr
- 7./8. Stunde von 12.30 bis 14.00 Uhr
Ja. Wir verfügen über eine Cafeteria, in der man Getränke (kalt und warm), als auch z.B. belegte Brötchen und Süßigkeiten kaufen kann.
Wir verfügen über einen Schülerparkplatz, der sich an der Schwanenkampstraße, Ecke Maxstraße befindet. Dieser Parkplatz ist geschottert und zur Benutzung benötigt man einen Parkausweis, den man im Sekretariat erhält.
Das Parken auf den Lehrerparkplätzen ist natürlich strengstens verboten und führt dazu, dass das Auto dann evtl. direkt verschrottet wird. Wir sind halt eine Kfz-Schule.
Unter der ÜBL versteht man die überbetrieblichen Lehrgänge, die in mehreren ein bis zweiwöchigen Kursen durchgeführt werden. Diese finden im Haus des Handwerks auf der Katzenbruchstraße in Essen statt.
In der ÜBL lernt man bestimmte Grundlagen und Fertigkeiten, die in einer Ausbildung grundlegend vermittelt werden sollten. Dies sind z.B. Elektronikkenntnisse. Ein weiterer Grund ist auch, dass evtl. in dem einen oder anderen Betrieb nicht alles vermittelt werden kann.
Zum Beispiel sollte ein Kfz- Mechatroniker das Fahrwerk eines Kraftfahrzeuges vermessen können. Leider ist sein Betrieb dazu nicht in der Lage, da er über einen solchen Prüfstand nicht verfügt, weil dieser sehr teuer ist und nur wenige Kunden diese Tätigkeit nachfragen. In diesem Falle kann der Auszubildende dies in der ÜBL lernen. яндекс
- 1. Lehrjahr (4 Wochen)
G-K1/15 Reparaturtechnik 1 – Kfz-Elektrik
G-K2/15 Reparaturtechnik 2 – Kfz-Mechatronik
G-K3/15 Reparaturtechnik 1 – Kfz-Elektrik
G-K4/15 Reparaturtechnik 4 – Kfz-Instandsetzung - 2. Lehrjahr (2 Wochen)
K1/15 Diagnosetechnik 1 – Elektrische Fahrzeugsysteme
K2/15 Diagnosetechnik 2 – Motormanagement - 3. oder 4. Lehrjahr (2 Wochen)
K3/15 Fahrwerk, Bremssysteme
K4/15 Hochvolttechnik
K5/15 Datenübertragung im KFZ (CAN-Bus) - 4. Lehrjahr (1 Woche)
K6/15 verknüpfte Fahrzeugsysteme
Das ist etwas Besonderes, dass es so nur bei uns in Essen gibt. Unsere Schüler gehen im Jahr nur 30 Wochen zur Schule anstatt 40 Wochen. Daher 30/40. Dies hat den Zweck, dass die Schüler längere Zeit in ihren Betrieben verbringen bzw. in dieser Zeit die ÜBL besuchen können.
Da wird sich der ein oder andere freuen bzw. ärgern.
Super, dann hab ich nicht so viel Schule bzw. da fehlt mir doch Unterricht. Wir können alle enttäuschen bzw. beruhigen.
Wenn unsere Schüler in der Schule sind, dann sind sie 8 Unterrichtsstunden anwesend anstatt normal nur 6 Unterrichtsstunden. Im Jahresmittel gleicht sich somit alles aus.
Den 30/40 Plan kann man übrigens auf unseren Seiten herunterladen. Siehe dazu bitte unter Termine und Pläne nach.
Vom Prinzip her ist es der erste Schritt in die berufliche Arbeitswelt, dem noch viele weitere folgen können bzw. werden.
Am Ende der erfolgreichen Ausbildung erhält man einen Gesellenbrief und ein Abschlusszeugnis der Berufsschule.
Danach gibt es mehrere Möglichkeiten der Weiterqualifikation. Dies sind z.B. der Meister, bzw. der staatlich geprüfte Techniker. Letzterer wird auch bei uns in Vollzeit- als auch Teilzeitform angeboten. Natürlich ist auch ein Ingenieursstudium möglich, um z.B. beim TÜV/Dekra/GTÜ/KÜS zu arbeiten. Auch ein Studium zum Berufsschullehrer ist möglich und würde von uns begrüßt werden, da wir immer kompetenten Nachwuchs benötigen.
Bei uns in der Schule werden wie üblich Klassenarbeiten geschrieben. Zusammen mit den sonstigen Leistungen ergeben sie die Zeugnisnote.
Allerdings muss ein Schüler eine Gesellenprüfung am Ende seiner Ausbildung absolvieren. Diese beginnt mit dem Teil 1 nach 2 Jahren und endet mit dem Teil 2 nach 3 ½ Jahren.
In beiden Teilen wird man sowohl schriftlich als auch praktisch geprüft werden.
Vom Prinzip her wird man durch den „Arbeitgeber“ geprüft.
Die Prüfung übernimmt der Prüfungsausschuss der Kfz-Innung. Die Innung ist der örtliche Zusammenschluss der Kfz-Handwerksbetriebe in Essen.
Wir Lehrer sind aber auch im Prüfungsausschuss vertreten und nehmen somit auch an der Prüfung teil.
Diese findet in den Räumen der Kfz- Innung im Haus des Handwerks auf der Katzenbruchstraße statt. Unsere Nutzfahrzeugmechatroniker werden u.a. auch in der Werkstatt der Entsorgungsbetriebe Essen geprüft.
Diese Frage pauschal zu beantworten fällt sehr schwer, da in Deutschland wenig über die Gehälter offen gesprochen wird. Deshalb hier ein paar grobe Aussagen zum Verdienst.
- Man kann sagen, dass das Einkommen sich im Allgemeinen an der Qualifikation ausrichtet. Ein Meister verdient mehr als ein Geselle. Ein Geselle mehr als ein Ungelernter.
- Je älter man wird, desto mehr Erfahrung hat man. Mehr Erfahrung gleich mehr Geld.
- Das Gehalt kann auch davon abhängen, wie viele Beschäftigte die Firma hat bzw. ob sie tarifgebunden ist.
- Gehälter sind Verhandlungssache. Wer gut verhandeln kann, holt vielleicht auch mehr für sich heraus.
Lest doch einfach mal im Internet nach. Die folgenden Links sind interessant, natürlich übernehmen wir keine Haftung für deren Inhalte.
Wenn Ihr noch weitere Fragen haben solltet, dann wendet Euch doch direkt an uns. Einfach eine Mail an unseren Webmaster schreiben bzw. im Sekretariat anrufen unter (0201) 88-797-30.
Während der Unterrichtszeiten natürlich nicht, da haben wir Besseres vor, nämlich aus Unwissenden ;-) gute Kfz- Mechatroniker zu machen. Über Tipps, Anregungen zur Verbesserungen würden wir uns übrigens auch freuen.

Deine Ansprechpartner

Ulrike Bartsch
Fächer:
Technologie, Wirtschaft/Politik
Sabine Flögel
Bildungsgangleitung
Fächer:
Deutsch/Kommunikation, Wirtschaft/Politik

